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  Johannes Kahler
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Gründungs-

Urkunde
1607
Unihaupt

Universitätsgebäude

siegel

Siegel der
Ludoviciana
1607

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Engelbach
1697
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Johannes Kahler, * Wollmar (Wolmariensis Hassus) 20. 1. 1649,
+ Pyrmont 17. 5. 1729, Bruder des Kirchenseniors Johann Hermann Kahler,
Studium ab April 1668, Stipendiat
4. 4. 1674-1677; Professor der Philosophie 1677-1683 und der Theologie 1683-1729 in Rinteln
("Dn. Johanne Kahler,
S.S. Theol. Doct. ejusdemque Professore Primario & Mathematum Ordinario", Präses einer Prüfungskommission)


Kahler: Johann K., lutherischer Theolog und Philosoph des 17. Jahrhunderts, geb. zu Wollmar in Hessen, zwei Stunden von Marburg, als Sohn eines Landmanns und Gerichtsschöffen, am 18. Januar 1649, † am 17. Mai 1729 als Professor an der Universität Rinteln während eines Besuchs zu Pyrmont. – Seine frühe sich zeigende gute Begabung veranlaßte die Eltern, ihn für eine gelehrte Laufbahn zu bestimmen. Er studirte zu Marburg und Gießen neun Jahre lang Philosophie und Theologie, wurde 1670 zu Gießen Magister, führte die Aufsicht über einen jungen Grafen Görz und vier schwedische Edelleute, hielt philosophische Vorlesungen und war einer der Ersten, welche die cartesianische Philosophie an einer deutschen Universität in Gang brachten, während [796] er die Fundamente der bisherigen Schulphilosophie mit großem Scharfsinn bekämpfte (ea judicii polluit acie, ut putidae Scholasticorum philosophiae fundamenta primus labefactaret etc.).
Er fand bei diesem Vorgehen anfangs vielfachen Widerspruch, besonders
von Seiten des Gießener Theologen
Haberkorn († 1676), während Andere
sich seiner annahmen und den Cartesianismus nicht schlechthin verwerfen wollten. 1677 wurde er außerordentlicher Professor der Metaphysik zu Rinteln, noch in demselben Jahre
prof. log., 1678 prof. math. und metaphys. ord., 1683 Dr. theol. und ordentlicher Professor der Theologie, 1697 prof.  theol. primarius, versah auch freiwillig das Amt eines Universitätsbibliothekars. Bei  mäßigem Leben erfreute er sich einer kräftigen Gesundheit, war ein sehr fleißiger Arbeiter auf verschiedenen Gebieten der Wissenschaft und besaß ein außerordentliches Gedächtniß, so daß er das Blatt des Schriftstellers bezeichnen konnte, wo er vor 50 Jahren etwas gelesen. Er starb als Rector magnificus der Universität Rinteln auf seinem Landgut zu Pyrmont, wohin er verreist war, im 81. Lebensjahre. – Er schrieb zahlreiche Schriften und Abhandlungen philosophischen, naturwissenschaftlichen, theologischen Inhalts; z. B. „Paradoxa Cartesii  philosophia“, eine Anpreisung der cartesianischen Philosophie, 1673 confiscirt,  de intelligentiis, de causa morali,
de libertate Dei;
ferner Abhandlungen über Erdbeben, Kometen, Reflexion des Lichtes, auch eine Einleitung zu einem Lehrbuch der allgemeinen Geographie, das aber unvollendet blieb; endlich:  „Collegium theologicum“, über die Lästerung des heil. Geistes, über Unabänderlichkeit der Erwählung, Zurechnung fremder Sünde, Polygamie, verbotene Verwandtschaftsgrade,
„de haeresi  Enthusiastarum“
, über die Augsburger Confession und die schmalkadischen  Artikel, über evangelische  Kirchenordnungen etc. – (...)


S. über Beide: J. N. Funck, Oratt. acad., S. 39 ff.; Schmersahl, Zuverl. Nachr., I. 113; Moser, Lexikon; Neubauer, Nachrichten von jetztl. Gottesgel., S. 179; Strieder, Hess. Gel.-Gesch., VI. 458 ff., 470 ff.; Jöcher, II. 2045; Rotermund, III. 28 ff.; Tholuck, Akad. Leben des 17. Jahrh., II. S. 10.

Empfohlene Zitierweise:
Artikel „Kahler, Johann“ von Julius August Wagenmann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 14 (1881), S. 795–796, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource,  URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kahler, Johann&oldid=111623  (Version vom  9. November 2010, 10:59 Uhr UTC)



 



Berühmte "Gießener"

jcg

Johann Caspar Göthe
Doktor beider Rechte 1739


gebü

Georg Büchner
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jvl

Justus von Liebig
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August Friedrich Kekulé
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Chemiker




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