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50. Literaturverzeichnis

Gottlieb Engelbach, * Zweibrücken, + Frankfurt 1801, Kaufmann (Bankier) und Teilhaber in Frankfurt (Bankhaus Johann Friedrich Schmid & Co., 1732 - 1835)

ffm_bankhaus_schmid

(Dietz, Alexander; Frankfurter Handelsgeschichte, 4. Band, II. Teil,

unveränderter Nachdruck der Ausgabe Frankfurt/Main 1925, Auvermann,
Glashütten im Taunus 1974, S. 636-640)


wbh
                 Württemberger Hof





Voltaire in Frankfurt
Beitrag von
Dr. Sabine Hock

Voltaire in Frankfurt 1753

1598 wurde das Gasthaus Zum Goldenen Löwen in der Fahrgasse, damals eine der Hauptverkehrs- adern der Frankfurter Altstadt, errichtet. Es war ein für die engen Verhältnisse der Altstadt großzügiges Anwesen mit zwei Innenhöfen. Unmittelbar südlich des Gasthofes lag der Johanniterhof, eine ehemalige Kommende des Johanniterordens.

Von Mai bis Juli 1753 hielt sich der Philosoph Voltaire zwangsweise als Gast im Goldenen Löwen auf. Der preußische König Friedrich II. hatte den Frankfurter Rat angewiesen, den prominenten Gast zu arretieren, mit dem er sich zuvor überworfen hatte. Ein Frankfurter Gläubiger Voltaires, der Buchhändler van Düren, wollte die Gelegenheit nutzen, eine seit 13 Jahren bestehende Schuld einzutreiben, wurde jedoch von Voltaires Sekretär mit einer Ohrfeige abgefunden. Nach drei Monaten kam Voltaire wieder frei, musste dem Hotelier aber seine Kosten in Höhe von 190 Gulden erstatten. Das entsprach ungefähr dem halben Jahresgehalt eines Beamten. (Wikipedia)



Gedichte und Geschichten um die Villa Oehler

Einstiges bauliches Kleinod auf dem Mühlberg/ Nach Luftangriff zerstört

„Villa Oehler ,Auf dem Mühlberg’ wegzugshalber sehr preiswert zu verkaufen!“ verkündet es in gigantischen Lettern eine halbseitige Anzeige im 5. Morgen- blatt der Frankfurter Zeitung vom 21. April 1912.

Der „imposante ... Neubau“ und der „ausgedehnte, vier Hektar große alte Park in freier, gesundester Lage mit prachtvoller Aussicht“ werden darin üppig gelobt. Falls dies immer noch keinen Käufer anziehen sollte, so fügte der geschäftstüchtige „Sensal“ - wie der Makler sich damals noch nannte - hinzu: „Die hervorragende Lage und günstige Form ermöglicht jederzeit eine gewinnbringende Ausnützung als Bauterrain.“

Die drei dem Inserat beigefügten Fotos zeigen in der Tat einen beeindruckenden, schloßartigen Bau, eine Gründerzeitvilla, die eine wechselvolle und auch geheimnisumwitterte Geschichte aufzuweisen hat.

Einst erstreckte sich am Osthang des Mühlbergs, auf dem Terrain der Villa Oehler, das Landgut der Familie Engelbach-Bansa mit weitläufigen Obst- und Weingärten. Obwohl Cleophea Bansa (1793-1875), die brillant im Stile der Biedermeierzeit schriftstellernde Tochter des Hauses, sich „kaum ein lieblicheres Fleckchen Erde“ als den Mühlberg vorstellen konnte, muß es wohl handfeste Gründe gegeben haben, weshalb sich die Familie 1871 von ihrem Besitz trennte. An die ehemaligen Besitzer erinnert heute nur noch der Freundschaftstempel am Parkrand, nur einen Katzensprung vom Willemerhäuschen entfernt. An dieser Stelle soll sich Sophia Bansa-Streiber (1762-1842), die in der Frankfurter Gesellschaft wegen ihrer schöngeistigen Natur hochgeschätzte Freundin der Frau Aja, mit Goethe getroffen haben, der gerade ihre „Nachbarin“, seine „Suleika“ Marianne von Willemer, besuchte.

Von den Bansas erwarb nun der Kaufmann Karl Oehler (1836-1909), der zusammen mit seinem Bruder eine Anilinfarbenfabrik in Offenbach leitete, das Anwesen. Oehler ließ das alte Bansa'sche Landhaus abreißen und oberhalb davon durch seinen Vetter, den Pariser Architekten Fritz Jaeger, die Villa errichten, die als „Mühlbergschlößchen“ populär werden sollte.

Das Gebäude wurde von einer Gartenterrasse mit radial zur Hausmitte angelegten Blumenbeeten umgeben. Die Obst- und Weingärten der Bansas ließ Oehler in einen wunderschönen Landschaftspark mit ehrwürdigen Baumgruppen umwandeln.

Als dann, mitten in der Verwirklichung dieses Traumes einer Villa, im Herbst 1877 Oehlers junge Frau Karoline, geborene Sandherr, nach kaum einjähriger Ehe im Kindbett starb, verlor der Bauherr das Interesse an der Stätte, auf die er einmal die Hoffnungen künftigen Familienglücks gerichtet hatte. Das Innere des Neubaus blieb unvollendet. Oehler zog mit dem kleinen Sohn nach Paris, wo er sich seinen künstlerischen Neigungen widmete.

Obwohl er keinerlei beruflichen Verpflichtungen mehr in der Offenbacher Fabrik nachzugehen hatte, weil sein Bruder ihn nach Streitigkeiten über die Betriebs- führung 1878 ausbezahlt hatte, sagte Oehler sich doch nicht ganz vom Mühlberg los. Er schlug nämlich in einem der Nebengebäude des Anwesens sein Sommerquartier auf. Von seinem Leben dort zeugen noch die vier Hundegrabsteine aus den Jahren 1890 bis 1900, die mit ihren Inschriften wie „Hier liegt unser guter treuer Pascha, gestorben am 10. Januar 1890“ manchen Spaziergänger von heute verwundern.

Ist es etwa der Tierfreund Oehler, den ein Foto der Villa in „Reclams Universum“ vom 9. Mai 1912, von Hunden umgeben, im Park zeigt?

Freilich müßte es sich dann um ein älteres Bild handeln, denn der Hausherr starb am 9. August 1909.

Und der „Sensal“ Julius M. Bier hatte ja auch schon seine Anzeige in der Frankfurter Zeitung aufgegeben.

Die von Bier angepriesene und in „Reclams Universum“ befürchtete Parzellierung des Geländes um den „parkumrauschten Bau“ (Originalton Reclam) fand jedoch nicht statt - trotz des wahren „Baubooms“ auf dem Mühlberg seit der Jahrhundertwende. Aus dem bei Reclam beschworenen „Dornröschenschloß“, von dem den Kindern damals sagenhafte Geschichten erzählt wurden, wurde im Ersten Weltkrieg zunächst ein Offizierslazarett, geführt von einer Majorswitwe. Als sich das nicht mehr rentierte, stand das Haus wieder zum Verkauf und wechselte mehrfach den Besitzer, bis Mister K. aus Amerika seit 1923 fast ein Jahrzehnt lang als Anwohner der Villa „Auf dem Mühlberg 30“ im Frankfurter Adreßbuch erscheint.

Angesichts der politischen Unruhe kehrte er zu Beginn der dreißiger Jahre nach Übersee zurück - und vermietete das Gelände 1933/34 vorübergehend an die SA. Die einquartierte SA-Standarte 97 wurde bald nach dem „Röhm-Putsch“ aufgelöst, so daß dieses dunkle Kapitel in der Geschichte des Anwesens nicht lange währte.

Endlich zog, nach einem Umbau 1938, die Frauenklinik des Bethanien- Krankenhauses in die Villa, so daß das Mühlbergkrankenhaus im vergangenen Jahr sein fünfzigjähriges Bestehen feiern konnte. Allerdings war die Klinik nur knapp sechs Jahre in der Villa Oehler untergebracht. Am 29. Januar 1944 wurde diese nämlich bei einem Luftangriff total zerstört. Der Keller trug jedoch wie durch ein Wunder die Trümmer des ehemals herrschaftlichen Hauses - und niemand der 102 Menschen im Luftschutzraum kam zu Schaden.

Der 1950 eröffnete Neubau des Krankenhauses erinnert wenig an das alte Mühlbergschlößchen. Der Park läßt lediglich erahnen, wie großzügig dieses Anwesen einmal angelegt war. An der westlichen Ecke des Parks zur Straße „Auf dem Mühlberg“ hin ist noch der Grundriß der Pergola zu erkennen, an deren inzwischen niedergelegten korinthischen Säulen sich der wilde Wein als letztes Symbol der Wingerte auf dem Mühlberg emporrankte.

Von dort aus haben einst die Bansas und dann die Oehlers den herrlichen Blick über die Mainwiesen auf die Gerbermühle und die Berger Höhe genossen, der uns heute „verbaut“ ist.

Sabine Hock

(Senioren-Zeitschrift 3/1989, S. 39 ff)


Die Villa Oehler
ffm_villa_oehler

Der Fabrikant Karl Oehler aus Offenbach erwarb 1871 den Park auf dem Mühlberg von
der Familie Engelbach-Bansa
 und ließ nach französischem Vorbild dort eine schloßartige Villa errichten.
tempelchen_muehlberg
Aussichtstempelchen
an der Bruchsteinmauer,
heute: Auf dem Mühlberg 30
 
Angelehnt an die Bruchstein- mauer, die das Gelände zum Hühnerweg hin begrenzt,
steht der seit seiner Erbauung
im frühen 19. Jahrhundert,  vermutlich wegen der Nähe zum Willemerhäuschen, so genannte "Goethetempel".

Allerdings hat der kleine Rundturm bis heute (im Vergleich zur obigen
Abbildung) an Höhe
eingebüßt; er überragt die angrenzende Mauer nur noch unwesentlich, hat jedoch
an Stelle von einer
 zwei gegenüberliegende Treppenzugänge.
Die von einem Geländer  umgebene Aussichts- plattform bietet allerdings
längst nicht mehr den
Blick über den von Reben bewachsenen Hang auf
Alt-Frankfurt und den
 Taunus, wie ihn der Maler
Eugen Peipers um 1870
noch auf seinem Aquarell
festhalten konnte.

Das Diakoniewerk Bethanien,
das die Villa 1936 gekauft hatte, eröffnete dort
am 19. März 1938 ein Krankenhaus mit 60 Betten.
Nur wenige Jahre später zerstörten Bombenangriffe im Oktober 1943 und im Januar 1944 die Einrichtung bis auf
die Grundmauern. In den 1950er Jahren wurde das
"Mühlberg-Krankenhaus" erweitert wieder aufgebaut.

Nach der Schließung Ende Juli 2004 wurde es für betreutes Wohnen eingerichtet und im
Jahre 2008 wiedereröffnet: unter dem Namen

"SchlossResidence"
.



Das Willemer-Häuschen

ffm_willermer-haeuschen

Willemer-Häuschen
am Hühnerweg 74

Herrliche Sicht auf Frankfurt

Vom Sachsenhäuser Mühlberg aus hatte man früher eine herrliche Sicht auf Frankfurt und den Taunus. So lag es nahe, dass sich auf diesem Hügel seit dem 18. Jahrhundert reiche Frankfurter ihre Garten- und Sommerhäuser bauten. Johann Jakob von Willemer erwarb 1809 ein achteckiges, turmartiges Häuschen, das
 bald darauf in die Literatur eingehen sollte.

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Goethes temporäre Verjüngung

Am 18. Oktober 1814 feierte Johann Wolfgang Goethe in dem schiefergedeckten Turm mit der Familie von Willemer den Jahrestag zur Völker- schlacht bei Leipzig. Man bewunderte von hier aus die Freudenfeuer, die sich am Frankfurter Himmel spiegelten. Goethe fand Gefallen an der Gattin seines Gastgebers. Die Freundschaft zu Marianne von Willemer, die Goethe eine "temporäre Verjüngung" brachte, hielt bis zu seinem Tode.
Das klassizistische Gebäude 
mit zwei Stockwerken und einem erkerartigen Ausbau wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und wieder rekonstruiert.
Es ist umgeben von einem kleinen Garten.


Geöffnet nur sonntags, 
und zwar von Ostersonntag 
bis Mitte Oktober in der 
Zeit von 11 bis 16 Uhr.



























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